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Wo meine Geschichten entstehen

Gerne möchte ich meinen Lieblingsplatz vorstellen, wo meine Geschichten ihren freien Lauf nehmen.

Laptop

Ich arbeite auf meinem Laptop und habe einen zweiten Bildschirm angeschlossen, den man auf dem Bild nicht sieht. Ohne zweiten Bildschirm geht bei mir gar nichts mehr. Ebenso blicke ich zur Wand (an der bald noch ein Bild befestigt wird). Damit tue ich mir leichter, die Welt um mich herum auszublenden und in meine eigene abzutauchen. Fürs Zeichnen meiner Charaktere und Wesen verwende ich ein Tablett. Das hat sich zum Zeitpunkt der Bildaufnahme gerade in der Schublade versteckt.

Da ich zurzeit die Schule des Schreibens als Fernstudium absolviere, sind auch die Schuber mit den Studienunterlagen immer griffbereit. In meiner Lade horte ich diverse Stifte, Post-its und Notizzettel, damit ich mir Einfälle und Ideen rasch  notieren kann. Einfälle sind nämlich flinke Tierchen. Wenn man sie nicht fix wo festhält, verschwinden sie so schnell im Nirvana, wie sie daraus aufgetaucht sind.

Licht

Eine lichtvolle Atmosphäre ist mir beim Schreiben total wichig. Außerdem versetzt mich das Hochzeitsfoto von meinem Mann und mir immer in eine gute Stimmung. Die gleiche Magie geht auch von meinen Lieblingsblumen, den Sonnenblumen aus. Weil ich leider keinen grünen Daumen, sondern nur zwei Tastaturdaumen habe, lachen mir künstliche Sonnenblumen aus  der Ecke entgegen. Ebenso befindet sich immer mein Kalender fürs Schreiben in der Nähe, um meinen Zeitplan im Überblick zu halten. Und ganz wichtig: Kaffee. Ich brauche immer eine Tasse neben mir, an der ich stundenlang nippe, selbst wenn das Getränk längst erkaltet ist.

Platz

Mein Schreibplatz ist ein Wandersmann. Er ist in den letzten drei Jahren gleich dreimal umgezogen. Zuerst war er in unserer Wohnung in meinem Bürozimmer zu Hause. Dann hat sich ein Baby in meinem Bauch eingenistet und weil es ihm dort bald zu eng ist, musste mein Büro seinem Kinderzimmer weichen. Mein Schreibtisch wanderte deshalb in das Büro von meinem Mann aus. Da drinnen wurde es dann mir und meinem Mann auch schnell zu eng. Und auch mein Schreitisch sehnte sich nach mehr Raum. Deswegen hat er sich in einem Winkel unseres offenen Wohnraums angesiedelt, wo er sich sehr wohl fühlt.  Dort ist es, wie man schön erkennt, sehr hell, trotzdem habe ich die Möglichkeit alles zu verdunkeln, um bei der Bidlschirm-Arbeit nicht geblendet zu werden. Es scheint, wir sind nun endlich angekommen, um zu bleiben.